Montag, 23. Dezember 2013

aufregende Vorweihnachtszeit

So ihr Lieben,

da Mama und Papa voll im Vorweihnachtsstress sind und einfach nicht zum Schreiben kommen, muss ich mich nun wohl selbst mal zu Wort melden. Das kann ja nicht ein, dass hier der Eindruck entsteht, es würde nichts mehr passieren. Dem ist nämlich nicht so!

Jeden Tag bemühe ich mich auf's Schwerste, etwas Neues auszuprobieren und zu entdecken. Und dabei bin ich schon ganz gut voran gekommen. Meine Hände kenne ich jetzt schon in und auswendig und ich kann euch sagen, irgendwie bin ich ein ganz Süßer. Die Fingerchen schmecken einfach zu gut!
Und da die mir so gut schmecken, lutsche ich auch fleißig jeden nacheinander ab - da ich mich manchmal aber nicht beherrschen kann, verschwindet auch gern mal die halbe Hand in meinem Mund. Die ganze Hand würde ich am liebsten abbeißen, aber das schaffe ich einfach noch nicht. Die Hand ist zu groß und ohne Zähne würde das eine Ewigkeit dauern, bis ich endlich da durch bin. Also begnüge ich mich damit, herumzusaugen und zu sabbern, was das Zeug hält.
Mama und Papa erfreut das lustiger Weise immer und so habe ich immer freundliche Gesichter um ich herum. Ganz schön nette Menschen hier auf der Welt! Auch meine Omas und Opas sind immer ganz begeistert von mir und meinen Fingerkunststückchen - leider aber auch, wenn ich das Gesicht verziehe und heule... Was ist denn daran niedlich bitteschön? Ich habe Sorgen und ihr freut euch, dass ich heule... Irgendwas läuft hier falsch!

Das denke ich mir öfter mal: Wenn zum Beispiel mein lieb gewonnener Schnuller auf einmal aus dem Mund gezogen wird, nur damit ein Foto ohne "Tutti" gemacht werden kann, oder wenn Papa und Mama auf einmal wie die Irren um mein Bettchen hüpfen, nur damit ich lache oder mich in eine andere Richtung drehe. Manchmal kommt mir das alles Spanisch vor!

Komisch ist das auch mit der Fortbewegung. Irgendwie will das alles noch nicht so recht klappen... Allein klappt es gleich gar nicht, da schaffe ich es gerade einmal mich seit ein paar Tagen auf die Seite zu rollen, meine Füße zwischen die Gitterstäbe meines Bettchens zu klemmen und mich dort wiederum abzustoßen. Das macht tierisch Spaß.
Aber wenn ich bei Mama und Papa auf dem Arm bin, dann klappt das auch nicht so recht. Sie tragen mich immer schön in der Wohnung herum, aber dann setzen sie sich auf einmal hin. Das geht doch nicht! Also versuche ich ihnen auf die netteste Art und Weise klar zu machen, dass ich aber wieder laufen und gucken will. Meist klappt das auch ganz gut und wir machen uns wieder auf den Weg. Aber ständig das Gleiche sehen ist auch langweilig und wie ich ihnen dann klar mache, was ich aber eigentlich angucken will, das habe ich noch nicht so recht raus gefunden.

Allein die Richtung zu bestimmen ist halt doch am einfachsten und damit ich ganz bald meine eigenen Entdeckungsreisen starten kann, probiere ich zunächst die Fortbewegung im Wasser zu erlernen. Das erscheint mir einfacher und macht außerdem auch richtig Spaß.
man das ist echt entspannt hier - da könnt ich glatt einschlafen
Derzeit hilft mir Mama immer noch. Jeden Mittwoch trainieren wir fleißig in der kleinen Schwimmhalle im St. Gertrauden Krankenhaus. Dort sind neben mir noch etliche andere Kinder - die sind aber alle schon viel größer und spritzen mich immer nass. Sowas ungerechtes - aber wenn ich das auch erst gelernt habe, dann kriegt ihr das alles zurück.

Mama - die großen Jungs haben mich nass gespritzt
Während der Schwimmstunde machen wir dann immer ganz lustige Spiele. Wir plantschen durchs Wasser, singen kurze Liedchen, bewegen uns rhythmisch durch das tiefe Nass und spielen manchmal auch Flugzeug.
Unsere Trainerin gibt Mama und mir immer Aufgaben auf und dann versuchen wir, die so gut wie möglich umzusetzen. Zum Beispiel sollten wir kleine bunte Bälle aus dem Überlauf des Beckens sammel und in ein kleines aufgeblasenes Plantschbecken legen. Das war ganz schön schwer, wo doch die Bälle so glipschig sind und ich sie noch nicht richtig greifen kann. Aber mit ein bisschen Hilfe von Mama habe ich sie dann gehabt und konnte auch ein paar weglegen - die großen Jungs haben mir lieber Weise noch welche übrig gelassen.

Die größeren Kinder sollten aus dem Becken heraus krabbeln und sich auf die Stange setzen - ich habe es beim Festhalten belassen.
Ha - einen hab ich doch noch gefunden :)
Zweimal haben mir Mama und die Trainerin jetzt auch schon Wasser über den Kopf gegossen. Das war vielleicht komisch. Ich habe mich ein bisschen erschrocken und ganz schnell Augen und Mund zu gemacht, damit ich mich nicht am Wasser verschlucke. Alle haben sich gefreut, dass ich nicht panisch los geheult habe, denn die Trainerin sagt, dass das eine Übung fürs Tauchen ist und darauf freut sich Mama doch schon ganz doll. Ich selbst weiß noch nicht, was das sein soll und was ich davon halten soll, aber im Januar werde ich es dann berichten können - da steht meine erste Tauchstunde auf dem Plan.
über Wasser flitze ich schon fleißig - und nein, das ist kein Pinkelstrahl! Die Schwimmwindel hat sich bloß voll Wasser gesogen.
oh je, was ist das denn?
Mama - sicher, dass das ungefährlich ist?
Naja, am Rücken fühlt es sich ganz gut an.
Ins Ohr ist irgendwie komisch - geht aber auch zu ertragen...
wenn ich doch bloß wegrennen könnte...
Oh Gott, oh Gott, was denn nun? Schnell die Augen und den Mund zu, dann ist das Elend weg!
Hhhhhhhh, Luft holen. Ich lebe noch, ich lebe noch!
Japs, Schreck lass nach - aber so schlimm war es gar nicht.
 Nach dem Schwimmen bin ich immer ganz schön fertig. Eine halbe Stunde im Wasser ist aber auch verdammt anstrengend. Meistens schlafe ich schon beim Anziehen ein und wache zu Hause immer nur kurz zum Esse auf. So ein Tag ist immer voller neuer Erlebnisse, die ich erst einmal ganz ruhig verarbeiten will. Mama ist auch so lieb und lässt mich schlafen und nutzt meist die Zeit, um meine voll gepupsten Hosen zu waschen oder sonstwie die Wohnung auf Vordermann zu bringen.

Es gibt ja eigentlich noch soooo viel zu erzählen, aber jetzt muss ich erst einmal ins Bett. Mama und Papa bringen euch dann hoffentlich bald noch auf den neusten Stand, sonst melde ich mich wieder zu Wort - versprochen!

Ganz liebe Grüße von eurem Philip!!! Ich wünsche euch allen schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Montag, 11. November 2013

Was bisher geschah...

Hallo ihr Lieben,

es ist ja mittlerweile wieder zwei Wochen her, dass wir mal was geschrieben haben, von daher wird es mal wieder Zeit.

Spektakuläre Dinge sind nicht passiert, aber dennoch gibt es einiges zu berichten.
Es hat nicht direkt mit Philip zu tun, aber ich habe am 28.10. endlich meine Bachelor-Arbeit abgegeben. Diese hat in den letzen Wochen nochmal für ein wenig Stress gesorgt und Franzi ist zwei Wochenende hintereinander mit Philip zu ihren Eltern gezogen, damit ich hier in Ruhe schreiben kann. Ich denke, das hat viel gebracht und ich konnte mich voll und ganz auf die Arbeit konzentrieren. Schön war es aber nicht.

Nun gut, die Arbeit ist abgegeben und nun habe ich endlich die Zeit für den Kleinen, die ich haben wollte.
Diese gemeinsame Zeit nutzen Philip und ich viel um Mutti zu entlasten und um miteinander zu spielen. Klar, das Spielen ist bisher noch eingeschränkt, aber Krabbeln und an der Unterlippe spielen macht ihm Spaß. Mittlerweile versucht er ja auch Kontakt zu uns mittels Stimme aufzunehmen. Es beschränkt sich aber nach wie vor auf oooooöää, häääää, uuä und ähnliche Laute. Die Umlaute scheinen es ihm angetan zu haben:-)

Neben den ersten Lauten hat Philip auch seine Hände bzw. seinen Mund für sich entdeckt. Gern steckt er seine kleinen Fingerchen in den Mund und nuckelt wie wild an ihnen rum.
Mittlerweile schläft der Kleine Mann auch nachts gern mal 6-9 Stunden und ich glaube ganz ehrlich, dass dies auch auf das Nuckeln an den eigenen Fingern liegt, denn so kann er sich von ganz allein beruhigen, ohne, dass wir ihm den Schnuller geben müssen - praktisch:-)

habt ihr mich erwischt

Sind lecker diese Hände

Nägel schneiden muss auch sein, Philip nimmts (hier) gelassen und Mama hat Spaß

Mama und Sohn sehen beide sehr zufrieden aus

Neben den bisher beschriebenen Fähigkeiten kam auch neu hinzu, dass Philip neuerdings auch auf dem Bauch schläft. Zwar schafft er es selbst nicht in diese Position, doch wenn er gut drauf ist können wir ihm teilweise auf den Bauch drehen und er schläft. Neulich hat er so eine ganze Stunde geschlafen, da waren wir schon erstaunt. Franzi und Ich üben auch immer mehr das Liegen auf dem Bauch auch im wachen Zustand - Philip macht sich sehr gut.

Auf dem Bauch schlafen ist gar nicht so schlecht

Auf dem Rücken ist aber auch toll, erst recht wenn Mama mir auch noch die Füße schön warm macht.
Letztes Wochenende waren wir drei auch mal wieder im Berliner Zoo. Wir haben uns ja eine Jahreskarte gekauft und die nutzen wir natürlich voll aus. Franzi geht ja auch sehr oft in den Zoo, wenn ich arbeiten bin, aber diese Wochenende waren wir mal wieder zu dritt.

Besonders begeistert war Philip diesmal von den Großen Raubkatzen. In der Regel verschläft er ja immer mindestens den halben Zoo, aber diesmal habe ich ihn mir geschnappt und habe ihm das Raubkatzen-Haus gezeigt. Man konnte richtig feststellen, wie Philip den Tiger verfolgt hat. Er sah doch sehr interessiert aus - Philip, nicht der Tiger;-)

Warm eingepackt sind wir durch den Zoo spaziert und waren auch bei den Straußen und Kängerus - Erinnerungen wurden wach...
Philip hat zu dieser Zeit tief und fest geschlafen, also habe ich eher Fotos von den Tieren und Franzi gemacht.
Drei Strauße im Abendlicht

warm eingepackt schläft es sich gut

Die stolze Mama mit ihrem Sohn...

... glücklich sieht sie auch aus.

So ihr Lieben, im Moment fällt mir nicht sehr viel mehr ein, was ich schreiben soll. Von daher verabschiede ich mich an dieser Stelle und wünsche euch allen noch eine angenehme Woche. Doch ein paar Bilder soll es noch geben, die sind schließlich immer das Beste eines Eintrags:-)

Bis bald, eure drei Martins
Guten Morgen zusammen, ich bin wach. Spielen wir jetzt?

oooh, jetzt bin ich aber müde...

Wenn ich müde bin, schlafe ich auf dem Rücken, auf dem Bauch und auf der Seite auch

Am liebsten schlafe ich aber neben Papa im Bett. Ich sag euch, der ist manchmal eine Schlafmütze...
Wenn man am 11.11 um 17 Uhr nicht auf Arbeit ist, sondern zwischen Hunderten Kindern und deren Laternen vor einer Kiche steht und auf den Lampiongsumzug wartet, dann weiß man, man ist Papa:-)


Samstag, 26. Oktober 2013

Ich glaub mich laust der Affe...

... nun sind schon zwei Monate ins Land gezogen und unser kleiner Mann wächst und gedeiht prächtig. Und das macht er so schnell, dass er nun aus den ersten Sachen bereits raus gewachsen ist. Das Oberteil, das wir im Krankenhaus für die Fotos mit der Fotografin noch an den Armen umkrempeln mussten, damit man die Händchen überhaupt sehen konnte, ist nun prall ausgefüllt und geht nur mit zurren und ziehen im Schritt noch zu. So geht es uns mit einigen Bodies - kurz, die Größe 50 ist geknackt und die 56 ist Dank seiner mittlerweile gut 5 kg auch schon gut gefüllt.
Erst war er viel zu groß und aufgrund der plustrigen Beine waren nach einmal Strampeln beide Füße in einem Hosenbein verschwunden und nun passt er grad noch so
naja, wenn er strampelt, dann wird es schon ganz schön eng und die Beine werden aufs Äußerste gedehnt...
ätsch, Mama, ich will auch neue Klamotten haben (na zum Glück haben wir auch in den folgenden Größen schon etliches geschenkt bekommen, sodass ein nahtloser Übergang in die nächste Größe erfolgen kann)
 Ansonsten fängt Philip nun auch kräftig an, seine ersten Laute zu produzieren. Neben ähhh, ehh und mumum sind auch immer öfter uaaa, möööe und uäää zu Besuch. Wer genau die Herrschaften sind, wird er uns hoffentlich noch früh genug zeigen. Derzeit ist er von seinem Mobile und allen Lichtern und Kanten schwer fasziniert. Diese entlocken ihm auch immer schnell ein breites Grinsen übers Gesicht, das leider immer so spontan ist, dass wir es noch nicht recht geschafft haben, es mit der Kamera festzuhalten - live ist es sowieso am schönsten.
Ansonsten wird er jetzt immer aufmerksamer und aktiver, sodass sich die wöchentlichen Zoobesuche immer mehr auch für ihn lohnen. Bei einem Besuch mit Oma Kerstin war er sogar mal so wach, dass wir ihm die großen grauen Riesen zeigen konnten. Ob er sie wirklich erkannt hat, wissen wir nicht, aber in die Richtung hat er zumindest geguckt.
die stolze Oma Kerstin
an Land sehen sie wirklich klopsig und nicht so ansehnlich aus
im Wasser geben sie allerdings richtig Gas und sind auch ordentlich laut
Ansonsten habe ich es mir derzeit zur Aufgabe gemacht, die schönsten Momente im Zoo für die Nachwelt festzuhalten und bin so manches Mal auf den ein oder anderen Kumpel von Philip getroffen - ein "Schlafgruppe" haben wir zumindest schon mal zusammen, denn bis zur Krabbelgruppe braucht er noch ein bisschen.
Ich darf also die Mitglieder vorstellen...
Herr "Brummelschlaf", ...
... Frau "Ohnegebrüll" mit ihrem Gatten 
Herrn "Stinkefaul" und ...
... Frau "Tüpfelschnarch" mit ihrem Jungen "Pünktchentraum".
Zudem haben sich diese beiden Herrschaften um die Aufnahme bei den "Schlafmützen" beworben. 
Über ihre Aufnahme müssen allerdings noch die Vorsitzenden entscheiden - das kann noch etwas dauern!
Der Präsident der Zusammenkunft grübelt schon mal intensiv über das nächste zu bearbeitende Thema ...
... das Problem mit den verloren gegangenen Nuckeln muss dringend in Angriff genommen werden! Auf eine Lösung des Debakels dürfen wir gespannt sein.