Samstag, 17. August 2013

alles muss klein beginnen

Im letzten Oktober haben Martin und ich unseren 5. Jahrestag gefeiert - und ein Wunsch verfestigte sich immer mehr - ein eigenes Kind!
Leider oder auch zum Glück bin ich am Ende des Jahres krank geworden und habe am 28.12.2012 einen Schwangerschaftstest gemacht, um nicht aus Versehen Medikamente einzunehmen, die sich negativ auf einen kleinen Martin-Freinatis auswirken könnten. Und tatsächlich - ein neues Leben ist auf dem Weg!!! Das war das beste nachträgliche Weihnachtsgeschenk, dass wir uns wünschen konnten, denn lang geplant war es auf jeden Fall (bereits in Thailand habe ich die Pille abgesetzt und somit unseren kleinen Schatz in den Bereich des Möglichen gerückt).

Nachdem ich strahlend dem stolzen Papa die zwei Striche auf dem Test gezeigt habe, wechselte bei ihm nahezu täglich, manchmal auch stündlich der Gemütszustand von Vorfreude auf Panik. Würden wir alles richtig machen, wie würde sich unser Leben verändern, wie würde sich unsere Zukunftsplanung verändern, schafft Martin noch vor der Geburt seinen Bachelorabschluss und vieles mehr schoss uns durch den Kopf.

Bestätigung dieser Annahme holte ich mir gleich zu Beginn des nächsten Jahres. Am 07.01.2013 war ich bei Frau Dr. Vierck und ließ mir die wunderschöne Diagnose bestätigen - ja ich bin schwanger!
der kaum sichtbare weiße Streif rechts mittig in der schwarzen eier-förmigen Blase ist das kleine Würmchen (nicht einmal 2 mm groß und trotzdem schon ins Herz geschlossen!)
Zu diesem Zeitpunkt war ich in der 6. Schwangerschaftswoche (SSW).

Am lustigsten war die Situation rund um die Verkündigung dieser freudigen Nachricht. Am 28.12.2012 war die Freude unsererseits groß, aber wir vereinbarten, es erst einmal niemandem zu sagen, damit sich in der kritischen Phase der ersten 12 Wochen niemand umsonst vorzeitig freut. Naja, was man sich so vornimmt :)
Wie wir so in meinem ehemaligen Kinderzimmer bei meinen Eltern auf dem Gästebett saßen und unser Glück kaum fassen konnten, kam die liebe zukünftige "Oma Kerstin" rein und setzte sich an den Computertisch, unter dem sich der Mülleimer befand. Tja so weit hatte ich nicht gedacht - ein Blick einer langjährigen Mutter und der kritische Blick, ob alles sauber ist, ließ den nur schnell weggeschmissenen Test natürlich nicht unbemerkt bleiben. Und schon war die Erste eingeweiht und fasste die plötzliche Wandlung der Zukunftsplanung kaum - richtig glauben konnte sie es glaube ich nicht und freute sich trotzdem sehr :)

Auch der "Opa Andreas" wurde mit der Neuigkeit auf etwas andere Weise konfrontiert. Gemeinsam mit ihm ging ich am 07.01.2013 zur Allgemeinmedizinerin, um, wie gesagt, meine Erkältung und die nun veränderte Behandlung zu besprechen. Diesen Hintergrund wusste Papa natürlich nicht - für ihn ging es einfach zu ihr, um ein Medikament verschrieben zu bekommen. So saß ich also faktisch parallel in zwei verschiedenen Warteräumen - bei der Frauenärztin und bei der Allgemeinmedizinerin - was bei uns zum Glück kein Problem ist, da die beiden Praxen nur ein paar Hauseingänge voneinander entfernt sind. Nachdem wir über eine Stunde bei der Allgemeinmedizinerin gewartet hatten und ich endlich dran war, ging ich ohne auf Papa zu warten zu meiner Frauenärztin und machte mit Papa aus, dass er mich später bei ihr abholen würde. Er durfte an dem Tag nämlich noch zu (Ur-)Oma Inge und so überbrückte er die Zeit, die ich im Warteraum der Frauenärztin ebenfalls noch einmal ca. eine Stunde wartete, indem er ihr einen Besuch abstattete.
Wie er dann bei der Frauenärztin eintraf, kam ich gerade aus dem Behandlungszimmer und wurde gleich weiter ins "Labor" geschleust. Dort überreichte mir die Schwester einen ganzen Haufen an Lektüre und Broschüren für werdende Mütter und sagte nur grinsend: "Ich habe aber keine Tüte für Sie.". Da ich auch nur einen kleine Tasche bei mir hatte, stiefelte ich also voll bepackt mit "ganz unauffällig aussehenden" Broschüren aus dem Labor nach draußen, da ich mir dachte, er erfährt es ja jetzt sowieso. Papa saß, als ob er eine Vorahnung hatte, wie angewurzelt im Gang der Praxis und meinte, ich solle mich doch kurz neben ihn setzen - dann zeigte er auf den Läufer, der den Boden des Ganges zierte und meinte, dass die Verarbeitung ja wohl wirklich fehlerhaft sei - da fehlten auf der einen Seite des Teppichs die Kreuze. Als ob er etwas neben sich stehen würde ;) Na ich bewegte ihn dann zum Gehen und sagte ihm vor dem Fahrstuhl die Neuigkeit - seine Reaktion: "Ey toll, wie ist dass denn passiert." Meine Antwort kurz und knapp: "Ich dachte du weißt, wie sowas passiert!" :)

1 Kommentar:

  1. Ihr lieben bald Eddies, ich hoffe euch geht es gut. Ich wünsch dir, Franzi, für die Geburt ganz viel Kraft und Mut. Aber ich weiß, dass du das schaffst! Halte durch, bald haltet ihr euer Glück in den Armen. LG Anna

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