Tja und obwohl sich vier Wochen zu dritt zu Hause echt wie eine lange Zeit anhören, ist die Zeit verflogen wie nichts und Philip entwickelt sich prächtig. Vom ersten Gebrabbel, auf das Martin sehnsüchtig wartet und den ersten Gehversuchen sind wir zwar noch weit entfernt, aber die erste Entwicklungsetappe haben wir bereits überstanden.
Diese tolle Erkenntnis habe ich aus dem Buch "Oh je ich wachse", dass mir empfohlen wurde und das ich ebenfalls jedem der ein Kind erwartet oder gerade bekommen hat ans Herz legen würde. Darin sind super die acht Entwicklungsschritte eines Babys in den ersten 14 Monaten beschrieben und ich kann nur bestätigen, dass der erste Entwicklungsschub um die 5. Woche herum geschieht. Leider ist an diese Entwicklungsschübe, die nicht immer mit einem Wachstumsschub zusammenhängen müssen, auch an ein paar anstrengende Nächte, Tage oder manchmal auch Wochen gekoppelt. Da müssen dann sowohl die kleinen Knirpse als auch die Eltern halt durch.
Philip hat seinen ersten Schub in den letzten Tagen durchgemacht, nur selten ruhig geschlafen, tagsüber viel rumgequängelt und war auch sonst nur schwer zu beruhigen. Was immer geholfen hat - rumlaufen, auf dem Arm schaukeln und ein ständiges Nuckel-Rein-Raus, was ihm offensichtlich viel Spaß macht. Diese doch etwas anstrengenderen Tage sind nun aber offensichtlich erst einmal wieder vorbei und die Sonne scheint nicht nur draußen zum Herbstbeginn noch einmal.
Um euch ein paar Eindrücke zu geben, wie sich Philip in den letzten Wochen entwickelt hat, hier mal ein paar Bilder.
| endlich in den eigenen vier Wänden - sein eigenes kleines Reich ist derzeit sein Babybay (Beistellbett, dass ans elterliche Bett gestellt wird) |
| wir gehen auf Tuchfühlung - man riechst du gut! |
| stolze Mama, aber etwas geschafft Man beachte bei Philip, die noch umgeschlagenen Ärmel - jetzt passt ihm der Body schon so! |
| auch der grüne Schlafsack steht ihm gut :) |
Ja ich denke wir haben es verstanden - irgendwo kneift ein Pups :)
Apropos Pups... Damit hat unser Schatz in der Tat in letzter Zeit sehr zu kämpfen. Laut unserer Hebamme, die seit unserem ersten Tag zu Hause regelmäßig vorbeikommt, haben Jungs öfter damit zu kämpfen, da sie beim Schreien die vorher getrunkene Milch aufschäumen und somit unschöne Blähungen hervorrufen. Zu beruhigen sind sie meist nur, in dem man sie wieder an die Brust lässt - ein Teufelskreis. Nun kriegt der Kleine jeden Tag Tropfen und in Wasser aufgelöste homöopathische Tropfen, die es richten sollen, aber irgendwie scheint dem nicht so. Der Bauch grummelt weiter fröhlich vor sich hin, was unseren kleinen Mann gar nicht fröhlich stimmt und uns einige Nerven beim Trösten und machtlos Sein raubt.
Trotz all der Bauchschmerzen und Blähungen nimmt unser kleiner Mann aber fleißig zu, was vor allem unsere Hebamme immer sehr freut, wenn sie zum Wiegen kommt.
| totales Milchkoma - den Nabel wollte Philip übrigens nicht recht loslassen, er war noch genau zwei Wochen dran |
| heute kaufen wir ein Baby :) Sylvias (so der Name unserer Hebamme) lustiger Beutel zum Wiegen |
| und am Ende hängt der Kleine bei ihr am Haken :) Bis heute hat er seit Verlassen des Krankenhauses bereits über einen Kilo zugenommen! Die vier Kilo hat er vor ca. einer Woche geknackt :) |
Mittlerweile sind wir es gewöhnt, dass nach dem Essen ab uns zu mal etwas wieder mit nach oben kommt, manchmal auch etwas mehr, und meistern die Situation ganz entspannt.
Ich denke, das wird nicht die letzte Schrecksekunde für uns gewesen sein. Es werden noch viele Momente kommen, in denen wir zunächst überfordert sind und im Nachhinein feststellen, dass alles halb so wild war. Man lernt eben nie aus.
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